Heinz Badewitz

Mit großer Trauer teilen wir mit, dass HEINZ BADEWITZ, Gründer und Seele der Internationalen Hofer Filmtage, plötzlich und unerwartet verstorben ist.

Heinz wurde mitten aus dem Leben gerissen, bei dem, was er am liebsten tat und wofür sein Herz schlug: Filme sichten, neue Talente entdecken und sich mit den Filmemachern austauschen. Er verstarb am 10. März 2016 im Alter von 74 Jahren während seines Besuchs der „Diagonale – Festival des österreichischen Films“ in Graz.

„Wir brauchen keine Stars, wir machen sie.“

Unser größtes Anliegen wird es sein, sein Lebenswerk fortzuführen und die 50. Internationalen Hofer Filmtage in seinem Sinne im Oktober 2016 stattfinden zu lassen. Wir trauern mit seiner Familie. „Farewell, Heinz!“ sagt das Team der Internationalen Hofer Filmtage.

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  1. Daphne Gezen sagte:

    Dear Heinz,
    Not sure what to be written after such a loss; But I always believe that great people are never forgotten. They always stay in our heart and we carry their presence in our good memories which make us happy.
    Last year my sister and I had the chance of meeting with you at Lerins Islands. We had listened all great stories from you during the festival.
    Although we met only last year we felt that we knew you for many years. All the people that we had met at the German Pavilion had great stories with you and told us how you were so helpful.
    I felt that you amazed people by your energy and enthusiasm and we had the privilege of knowing such a great man!
    Like us, I’m sure you have touched the heart of many people.
    My prays are for you. I present my condolences to your family and say to them that „Goodbyes are only for those who love with their eyes; Because for those who love with heart and soul there is no such thing as separation“. I’m sure you’ll be in the heart of many people. You’ll be missed!!!

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  2. Merve Gezen sagte:

    Heinz,
    C’était il y a un an qu’on s’est rencontrée par hasard au iles Lerins lors du déjeuner pendant le dernier festival de Cannes. Puis grâce aux autres diners, des rencontres au pavillon Allemand, au German Party j’ai eu la chance de connaitre un homme formidable … Je suis une jeune cinéaste et tu m’as beaucoup aidé a faire connaissance les gens d’industries. C’était une énorme plaisir d’écouter les anciennes histoires de festivals de Cannes, de Hof, des discussions sur le vin, le tennis et football et surtout le soir quand on a gardé le match final de Champions League … Ton amour pour le cinéma va rester toujours présent grâce a ton oeuvre „HOF“. T’as rentrée dans ma vie très brièvement mais tu m’as apporté beaucoup de chose dans ce peu de temps. Merci Heinz … Ma jumelle et moi diront pas au revoir a toi car on sait que tu seras toujours dans nos coeurs.

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  3. Jost Hering sagte:

    Meine Familie stammt aus Hof – und so waren die Hofer Filmtage schon vor über 40 Jahren, als ich noch ein Jugendlicher war, immer etwas ganz besonderes, wenn wir unsere Großeltern besuchten – und wenn gleichzeitig die Hofer Filmtage stattfanden. Und so kam es, dass ich mit meinem Bruder Markus schon in jungen Jahren „Dauergast“ bei Heinz Badewitz waren. Und Filme sah, die es sonst nirgends zu sehen gab, wie zum Beispiel „Talentprobe“, „Bildnis einer Trinkerin“ oder einmal sogar die ersten Muster von „Fitzcarraldo“. Und wir sahen Filme von Regisseuren wie Erwin Keusch, David Cronenberg, Daniel Schmid oder Herbert Achternbusch. Und später durfte ich meine eigenen produzierten Filme immer wieder in Hof zeigen. Ohne Heinz Badewitz hätte es das alles nicht gegeben. Danke für alles.

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  4. Goethe-Institut e.V. Bereich Film, Fernsehen und Hörfunk sagte:

    Die Mitarbeiter des Filmbereichs im Goethe-Institut sind tief bestürzt, dass Heinz Badewitz so plötzlich und unerwartet aus dem Leben gerissen wurde.
    Als Impulsgeber und Förderer der deutschen Filmszene hat er unsere Kulturarbeit maßgeblich beeinflusst und war uns eng verbunden. Mit einer Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland waren wir jedes Jahr zu Gast auf seinem herrlich unprätentiösen Festival und haben uns dort von seiner Leidenschaft für den Film inspirieren lassen.
    Die Filmwelt verliert einen wunderbaren, herzlichen und engagierten Menschen. Wir werden ihn vermissen.
    Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.
    Wir wünschen dem Team der Internationalen Hofer Filmtage viel Kraft für die Jubiläumsausgabe des kommenden Festivals.

    In Trauer,
    die Mitarbeiter des Goethe-Institut e.V. Bereich 34 Film, Fernsehen und Hörfunk

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  5. Jörg Schnitger sagte:

    Lieber Heinz,

    2005 durfte ich das erste Mal in Hof sein, mit meinem ersten Kurzfilm – ich habe mich sofort irgendwie zu Hause gefühlt. Du hast mir die Angst vor der Premiere genommen: Das Hofer-Publikum sei toll!, sagtest Du. So war es natürlich.
    Letztes Jahr im Herbst habe ich Dir den Rohschnitt meines ersten Dokumentarfilms gezeigt. Du sagtest: „Ein wunderschöner Film, nimm 20 Minuten raus und zeige ihn mir im nächsten Jahr noch einmal.“
    Das geht jetzt leider nicht mehr – wie unendlich traurig! Aber Du hast ihn gesehen, auch wenn es nur der Rohschnitt war. Deine Anregungen waren eine wahnsinnige Hilfe – Du bist eben auch ein begnadeter Cutter gewesen, hast das Kino geatmet!
    Ich hoffe, da oben, wo Du jetzt bist, spielen sie lauter tolle Filme für Dich! Deinen Angehörigen und Deinem großartigen Festival-Team spreche ich mein HERZLICHES BEILEID aus! Und hoffe, dass es die HOFER FILMTAGE auf jeden Fall noch die nächsten 50 Jahre geben wird! Als Gegenpol zu Berlin. Macht bitte weiter!!! Durch dieses lebendige Publikumsfestival wird Heinz weiter leben.

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  6. Chris Kraus sagte:

    Lieber Heinz und liebster Heinz (ich kannte und kenne nur einen und stelle mir jeden Heinz so vor wie Dich, aber das kann gar nicht sein, wie viel glücklicher wäre die Welt), in Österreich bin ich und Deinen Tod hörte ich wie ein Stück Mond herabpurzeln ins mittlerweile alte Herz (meins). Wie ein Zauberer hast Du mich in diesen kleinen verhutzelten Ort in Franken gezaubert vor vielen Jahren, da war Dein durchgeschwitztes Hemd und der laute Kuß auf Hannahs Wange, der durchs ganze Kino knallte (immer hast Du Frauen sehr laut geküßt und die anderen Leute feste umarmt und auch geküßt, sogar mitten in Bärte hinein), Du hast geschwärmt von Filmen als wären sie aus Gold, und jedenfalls fühlten sie sich in Hof immer wie aus Gold an, selbst die Würste schimmerten und die Welt war ein paar Tage schön und unbeschissen. Ich vermisse Dich sehr, liebster Heinz, Deinen Mangel an Arg, Deine Gutherzigkeit, wie Du über Sven Pippig sprachst nach seinem Tod und warum Du ihn schon als Kind kanntest. Filmmenschen, von Natur aus schlecht und mißgünstig (ich schließe nur von mir auf andere) hast Du an ihr Gutes und Neidloses geführt durch Handauflegen und ehrliche Anerkennung und ein kleines Schöppele hier und da. Deine weichen Züge unter den nachsichtigen Prinzenhaaren, die grauer wurden in letzter Zeit, sehe ich jetzt vor mir und kann nicht fassen, daß sie da erstarren werden mit der Zeit, in meinem Innersten. Warte nur balde. Ich habe Dich wirklich sehr gern, Heinz, sehr, hatte kann ich noch nicht sagen, und wie viel verdanke ich Dir (gerettet hast Du Vier Minuten), und wieviel verdankt Dir der verdammte deutsche Film. Irgendwas Schönes, Weiches wird man nach Dir benennen, einen Heinz-Badewitz-Palast mit flauschigen Polstersesseln, in denen alte deutsche Filme laufen, vor allem aber die neuen und neuesten, die noch im Schlaf der Zeit liegen.
    Schlaf Du auch schön dort, sei gegrüßt, und umarmt und geküßt.

    Von ganzem Herzen

    Dein Chris

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  7. Stanislaw Mucha sagte:

    Die traurige Nachricht habe ich mitten in der schwarz-weißen Landschaft von KOLYMA im Nordosten Sibiriens erhalten,
    dadurch wurde die Natur sofort noch trauriger. Ich möchte Dir, liebe Inge und dem ganzen Festival-Team mein tiefstes Mitgefühl aussprechen.
    Herzliches Beileid, St. Mucha.

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  8. Hans-Joachim Albinus sagte:

    Seit mehr als einem Jahrzehnt hatten wir uns nun immer in Hof getroffen, d.h. wiedererkannt vom letzten Jahr, herzlich begrüßt, zwischen zwei Vorführungen miteinander gesprochen, Filmempfehlungen ausgetauscht. Zu mehr war während der Filmtage nie wirklich Zeit, dennoch waren es stets Minuten persönlicher Verbundenheit in der Liebe zum Film. Diesen familiären Umgang, mit dem Heinz Badewitz das Festival geprägt hat, habe ich immer sehr gemocht. Danke für viele, viele schöne Stunden in Hof.

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