Menschen, die sich an den Konventionen der Gesellschaft abarbeiten, scheitern und immer wieder aufstehen, zärtliche wie tragische Geschichten zur ersten großen Liebe sowie die herausfordernde Auseinandersetzung mit Familie und Freundschaften sind Gegenstand und Spielball der deutschen Spielfilme auf den 52. Internationalen Hofer Filmtagen. Es gilt neue deutsche Regietalente zu entdecken, die ihre Filme mit namhaften Schauspielern wie Katja Riemann, Peter Lohmeyer, Eva Löbau und Florian Bartholomäi besetzt haben.

Ein weiterer Ausblick auf die deutschen Spielfilme:

ARME RITTER
Regie: Florian Schmitz
Sommer. In einem alten Seat Kombi reist Erik quer durch Deutschland. Sein Ziel ist ein Auftritt auf einem abgelegenen Kunstfestival. Nach einer akribisch vorbereiteten Performance lässt Erik sich endlich treiben und trifft auf das junge Pärchen Chiara und Peter. Im Rausch der Nacht verliebt sich Erik und schließt sich den beiden an.
Mit Christoph Bertram, Lilli Meinhardt, Marcus Abdel-Messih u.v.a.

DER LETZTE MIETER / THE LAST BERLINER
Regie: Gregor Erler
Berlin. Das letzte unsanierte Haus in einer schicken Wohngegend wird geräumt. Die alten Mieter ziehen aus, doch Dietmar weigert sich. Sein Sohn Tobias versucht, ihn dazu zu bewegen, in eine Sozialwohnung zu ziehen. Doch der Vater sträubt sich – er wird seine geliebte Wohnung, in der er seit 40 Jahren lebt, nicht verlassen. Die Situation eskaliert.
Mit Wolfgang Packhäuser, Matthias Ziesing, Pegah Ferydoni u.v.a.

DIE ÜBRIGGEBLIEBENEN
Regie: Eike Weinreich und Alexej Hermann
Nach dem Tod des Familienoberhaupts treffen sich dessen Kinder in ihrem Heimatdorf Windhausen, um mit dem letzten dort verbliebenen Sohn eine Trauerfeier auszurichten und das Erbe aufzuteilen: ein baufälliges Haus, welches eine längst verlassene Kneipe beherbergt, in einem Dorf, das in seiner Trostlosigkeit zu nichts anderem als zur Flucht aufruft.
Mit Jürgen Sarkiss, Anja Schweitzer, Inge Mathes, Michael Gitter, Manfred Keinert u.v.a

FÜNF DINGE, DIE ICH NICHT VERSTEHE
Regie: Henning Beckhoff
In einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebiets sucht ein Junge vom Bauernhof seinen Platz in der Welt – hin- und hergerissen zwischen Stadt und Land, zwischen bester Freundin und älterem Bruder, zwischen Gegenwart und Tradition.
Mit Jerome Hirthammer, Henning Flüsloh, Peter Lohmeyer, Anna Böttcher u.v.a.

FÜR IMMER UND DICH
Regie: Julia von Heinz
Ein Mann und eine Teenagerin fahren durch die Nacht. Ein Paar? Vater und Tochter? Als kurz darauf der Laptop aus dem Wagen verschwindet, verfolgt der Mann den jugendlichen Dieb, der mit seinem Moped im Abgrund endet.
Mit Eva Löbau, Hans-Jochen Wagner, Meira Durand, Steffi Kühnert u.v.a.

GOLIATH96
Regie: Marcus Richardt
Kristin kann nicht begreifen, warum sich ihr Sohn David seit zwei Jahren in seinem Zimmer einschließt. Alle ihre Bemühungen, zu ihm durchzudringen, sind gescheitert. Das Leben in der gemeinsamen Drei-Zimmer-Wohnung ist zu einem gespenstischen Nebeneinander geworden, dessen Routine jäh erschüttert wird, als Kristin unerwartet ihre Stelle in der Bank verliert.
Mit Katja Riemann, Nils Rovira-Munoz, David Wurawa, Jasmin Tabatabai, Elisa Schlott u.v.a.

KAHLSCHLAG
Regie: Max Gleschinski
Schon als Kinder fahren Martin und Eric jeden Sonntag an den Stausee und schon als Kinder verlieben sie sich in dasselbe Mädchen: Frenni. Heute, 20 Jahre später, lebt Martin mit Frenni in einem beschaulichen Einfamilienhaus auf dem Hof seiner Eltern. Mit Eric haben sie schon lange nichts mehr zu tun, bis er eines Sonntags vor der Tür der beiden steht.
Mit Florian Bartholomäi, Bernhard Conrad, Maike Johanna Reuter u.v.a.

LASS UNS ABHAUEN
Regie: Isa Micklitza
Oskar ist ein sensibler Physikstudent. Anhand einer selbst erarbeiteten Formel hat er ausgerechnet, dass er sein Leben lang allein bleiben wird. Als er sich von einer Brücke stürzen will, rettet ihn Barfrau Frieda, die sich gerade mit dem Umsatz eines Abends davongemacht hat.
Mit Anja Thiemann, Sebastian Urzendowsky, Herman van Ulzen u.v.a.

MAMA TOLD ME NOT TO LOOK INTO THE SUN
Regie: Lilli Tautfest
In einem abgelegenen Haus in Italien lebt die 40jährige Kamilla mit ihrer Mutter Gudrun. Umgeben von Weinbergen und Wald bestellt Kamilla das Land, kümmert sich um den Hof – und pflegt die behinderte Gudrun, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dabei wird jede Handbewegung Kamillas von Gudrun kritisch beäugt. Dann taucht der Ausbrecher Rocco auf.
Mit Katrin Bühring, Grischa Huber, Peter Marton

NOCH EINMAL / ONCE AGAIN
Regie: Kanwal Sethi
Köchin Tara ist eine verwitwete Mutter, die ein kleines Restaurant führt, Amar ist ein alternder Bollywood Filmstar und einer ihrer Kunden. Ein zufälliges Telefongespräch zwischen den beiden wird bald zum täglichen Ritual. Entgegen der gesellschaftlichen Konvention beginnen sie, sich nach zahlreichen Telefonaten zu treffen. Eine Liebesgeschichte in Mumbai.
Mit Shefaki Shah, Neeraj Kabi u.v.a.

SANDSTERN
Regie: Yilmaz Arslan
Sommer 1980: Der 12-jährige Oktay trifft seine in Deutschland lebenden Eltern nach Jahren der Trennung wieder. Seine Kindheit hat er bei seiner Oma in der Türkei verbracht. Die verspätete Familienzusammenführung steht unter Spannung. Oktay mag sein neues Leben nicht, er findet weder Zugang zu seinen Eltern, noch zu diesem Land, das seine neue Heimat sein soll.
Mit Roland Kagan Sommer, Katharina Thalbach, Taies Farzan, Hilmi Sözer u.v.a.

ZWEISAM GEMEINSAM EINSAM
Regie: Lisa Ossowski, Julia Rabe, Yann Labry, Vincent Lenk
Die Cousinen Wanda und Dora fahren gemeinsam mit Doras Freund Anton und seinem Kumpel Lukas zum alten Gutshaus ihres Opas. Doch statt eines entspannten Wochenendes beginnt ein Spiel der Realitäten über Liebe, Freundschaft und Ängste. Drei eigenständige Erzählungen, die gemeinsam ein größeres Ganzes ergeben.
Mit Mira Benser, Ali Aykar, Heiner Kock, Nina-Mercedés Rühl

Mit über 20 Filmen sind die internationalen Produktionen auch in diesem Jahr sehr stark bei den 52. Internationalen Hofer Filmtagen vertreten. Die Filme kommen weltweit aus 15 Ländern, darunter USA, Großbritannien, Israel, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Ungarn, Brasilien, Südafrika und der Türkei. Neben Werken namhafter Regisseure*innen wie Oscar-Gewinner László Nemes mit „Sunset“, der bereits auf dem Filmfestival in Venedig viel Beachtung fand, oder Mia Hansen-Løve mit „Maya“ und Valeria Bruni-Tedeschi mit „Les Estivants“ sind viele Erstlingsfilme und vielversprechende Talente dabei, die es zu entdecken gilt. Ein inhaltlicher Fokus liegt bei der Suche nach neuen Lebenswegen, der Bewältigung von Traumata und auch auf zwischenmenschlichen Beziehungen im engsten Kreis der Familie wie auch zu einzelnen Mitmenschen.

Eine Auswahl an Filmen stellen wir Ihnen hier vor:

SCARBOROUGH
Regie: Barnaby Southcombe, GB
Zwei ungleiche Liebende suchen in einem Hotel in der britischen Küstenstadt Scarborough Zuflucht vor den Zwängen des Alltags.
Mit Jodhi May, Jessica Barden, Jordan Bolger u.v.a.

L’AFFAIRE MARVIN
Regie: Lewis Eizykman, F
Eine Katze ist verschwunden. Wie kann das die größte Wirtschaftskrise aller Zeiten auslösen? Auf Spurensuche begibt sich dieser Pseudo-Dokumentarfilm mit Nonchalance und zeichnet ein Bild unserer Gesellschaft im Zeitalter der Sozialen Netzwerke.
Mit Éric Chantelauze, Flavien Dareau, Jocelyne Vignon u.v.a.

SEW THE WINTER TO MY SKIN
Regie: Jahmil X. T. Qubeka, ZAF/D
Der Film beschäftigt sich mit dem Mythos um den legendären schwarzen aufständischen Volkshelden John Kepe, der Mitte des 20. Jahrhunderts in Südafrika lebte, zu einer Zeit, als die Apartheid bereits ihre Schatten vorauswarf.
Mit Ezra Mabengeza, Peter Kurth, Kandyse McClure u.v.a.

TO THE NIGHT
Regie: Peter Brunner, USA/A
Norman, der einzige Überlebende eines Brandunfalls, versucht zusammen mit seiner kleinen Familie ein neues Leben aufzubauen und die unbestimmten Schuldgefühle von damals hinter sich zu lassen. Aber die Vergangenheit holt ihn ein.
Mit Caleb Landry Jones, Eléonore Hendricks, Christos Haas u.v.a.

LOS SILENCIOS
Regie: Beatriz Seigner, BRA/F/COL
Eine Mutter flieht mit ihren zwei Kindern vor den bewaffneten Konflikten in Kolumbien auf eine Insel mitten in Amazonien. Plötzlich taucht der verschwundene Ehemann und Vater wieder auf. Ein seltsames Geheimnis umgibt das Eiland.
Mit Marleyda Soto, Enrique Diaz, Maria P. Tabares Pena, Adolfo Savilvino u.v.a.

CAN YOU EVER FORGIVE ME
Regie: Marielle Heller, USA
Nachdem die Bestseller-Autorin Lee Israel über Jahrzehnte mit Biografien erfolgreicher Frauen im Rampenlicht stand, sind die Zeiten des Ruhms vorbei, ihre Finanzen stehen schlecht. Lee beginnt sehr erfolgreich gefälschte Korrespondenzen verstorbener Schriftsteller und Schauspieler zu verkaufen. Der Film basiert auf wahren Ereignissen, die 1993 ans Licht kamen.
Mit Melissa McCarthy, Richard E. Grant, Dolly Wells, Ben Falcone u.v.a.

MARY SHELLEY
Regie: Haifaa al-Mansour, GB/IRA/LUX
Mary ist jung, rebellisch und bereit, alle Zwänge und Konventionen ihrer Zeit zu überwinden. Das Schicksal führt die 16-Jährige im Jahr 1814 mit dem berühmten romantischen Dichter Percy Shelley zusammen, aus dessen Schatten sie erst mit ihrem Roman „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ heraustritt.
Mit Elle Fanning, Douglas Booth, Tom Sturridge u.v.a.

MAYA
Regie: Mia Hansen-Løve, F/D
Gabriel, ein Kriegsberichterstatter aus dem Mittleren Osten, ist nach seiner Geiselnahme in Syrien wieder frei. Um seine posttraumatische Belastungsstörung zu überwinden unternimmt er eine Reise zu seinem Patenonkel nach Indien, wo er sich in Maya, die Tochter seines Paten, verliebt. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los.
Mit Roman Kolinka, Aarshi Banerjee, Alex Descas u.v.a.

LES ESTIVANTS
Regie: Valeria Bruni Tedeschi, F/I
Anna verbringt zusammen mit ihrer Tochter ein paar Tage an der Côte d’Azur im Kreise der Familie. Hinter der ausgelassenen Stimmung verbergen sich jedoch Geheimnisse, Erwartungen und Ängste, die jeder alleine mit sich selbst ausmachen muss.
Mit Valeria Bruni Tedeschi, Pierre Arditi, Valeria Golino, Noémie Lvovsky u.v.a.

CIAO CHÉRIE
Regie: Nina Kusturica, A
Nachdem ihr Mann sie verlassen hat, muss sich Larisa alleine ihrem Call Shop zurechtfinden, einem Sammelbecken, in welchem Telefonate geführt und Geld in die Heimat überwiesen wird. So offenbaren sich Larisa viele Lebensgeschichten ihrer Kunden.
Mit Nahoko Fort-Nishigami, Sikavi Agbogbe, Simonida Sellmovic u.v.a.

AMANDA
Regie: Mikhaël Hers, F
Der 24-jährige David lebt in den Tag hinein und schlägt sich mit verschiedenen Kleinjobs durch. Doch sein ruhiges Leben endet plötzlich als seine ältere Schwester stirbt und er sich um seine siebenjährige Nichte Amanda kümmern muss.
Mit Vincent Lacoste, Isaure Multrier, Stacy Martin, Greta Scacchi, u.v.a.

SUNSET
Regie: László Nemes, Hun/F
Budapest 1913. Die junge Iris kommt nach Budapest, um im ehemaligen Hutgeschäft ihrer verstorbenen Eltern Arbeit zu bekommen. Sie bekommt die Anstellung jedoch nicht. Durch Zufall erfährt sie, dass sie einen Bruder hat und statt die Stadt zu verlassen begibt sie sich auf Spurensuche.
Mit Juli Jakab, Vlad Ivanov, Evelin Dobos u.v.a.

CLAIRE DARLING
Regie: Julie Bertuccelli, F
An einem wunderschönen Sommertag wacht Madame Claire in einem kleinen französischen Dorf auf – überzeugt davon, dass heute ihr letzter Tag auf Erden sei.
Mit Catherine Deneuve, Alice Taglioni, Chiara Mastroianni, Samir Guesmi u.v.a.

DER GAST
Regie: Houchang Allahyari, A
Ein herrschaftliches Haus am Rande Wiens. Der weitläufige Garten wirkt versteinert, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ebenso wie die Familie, die dieses Haus bewohnt. Doch eines Tages taucht ein seltsamer Gast auf.
Mit Mehmet Soezer, Roya Mousavi, Doina Weber, Gregor Bloeb u.v.a.

DIE RÜCKKEHR DES DAUMENS
Regie: Flo Convey, A
Coach Steve, ein in die Jahre gekommener Daumenwrestling-Trainer, darf nach einer Sperre wieder an einem Turnier teilnehmen. So vielversprechend sein neuer Schützling und sein Training auch sind – sein ewiger Rivale King Gustl und dessen Schützling Cyborg machen die Hoffnungen zunichte.
Mit Markus Giefing, Alexander Linhardt, Peter White u.v.a.

TRANQUILLO
Regie: Jonathan Jäggi, CH
Peter lebt ein routiniertes Leben und organisiert Partys, bis ein Tinnitus selbstzerstörerische Impulse auslöst und er an seine körperlichen wie seelischen Grenzen gerät.
Mit Tobias Bienz, Sandra Zellweger, Joel Singh u.v.a.

KING OF THIEVES
Regie: James Marsh, GB
Der Ruhestand ist etwas für Rentner, das findet zumindest Brian Reader. Seine alten Freunde sitzen im Knast, die Ehefrau ist unter der Erde und auch sonst verflucht der Ex-Ganove seinen ereignislosen Alltag. Ein letztes Mal juckt es ihn in den Fingern, sich und allen anderen zu beweisen, dass er es immer noch drauf hat.
Mit Michael Caine, Tom Courtenay, Jim Broadbent u.v.a.

GLAUBENBERG / MY BROTHER, MY LOVE
Regie: Thomas Imbach, CH
Lena fühlt sich mehr zu ihrem Bruder Noah hingezogen als dies unter Geschwistern üblich ist. Sie versucht sich mit Noahs Freund Enis abzulenken. Doch die unmögliche Liebe wird zur Obsession.
Mit Zsofia Koros, Francis Meier, Milan Peschel, Bettina Stucky u.v.a.

WORKING WOMAN
Regie: Michal Aviad, ISR
Orna muss für ihre Familie sorgen, weil ihr Mann sein Restaurant nur mit Mühe am Laufen halten kann. Ihr Boss schätzt und unterstützt sie zwar, aber macht ihr ständig Avancen …
Mit Liron Ben Shlush, Menasse Noy, Oshri Cohen u.v.a.

NOAH WISE
Regie: Ben Zuckert, USA
Der Saxophonist Noah Wise spielt in New York jedes Konzert, das er bekommen kann. Während sein Quartett vergeblich auf Erfolg hofft, nimmt er einen Job als Lehrer eines Grundschulorchesters an. Auf seinem Weg begegnet er Rachel Byrd, einer Singer-Songwriterin.
Mit Mat Vairo, Raffaella Meloni, Kevin Kilner, Meg Gibson u.v.a.

Auch in diesem Jahr präsentiert sich der deutsche Film bei den 52. Internationalen Hofer Filmtagen 2018 mit einem vielfältigen Spektrum an Themen, formalen Experimenten und eigenwilligen Interpretationen. Die Besinnung auf Familie, Heimat, Freundschaft spielt dabei eine zentrale Rolle. Auch die Frage nach sozialgesellschaftlichen Entwicklungen, der Positionierung des Einzelnen innerhalb einer Gemeinschaft und umgekehrt, die Erwartung der Gesellschaft an den Einzelnen, zieht sich durch die Sujets der Filme. Es sind Geschichten über Sehnsucht nach Liebe, das Erwachsenwerden, die Frage nach Heimat, Dorf- oder Stadtleben und die Suche nach den Spuren der Vergangenheit. Familie, Beziehungen im Kleinen und das Miteinander scheinen eine zentrale Bedeutung bei den Filmemachern in diesem Jahrgang einzunehmen.

Neben dem bereits genannten Eröffnungsfilm GLÜCK IST WAS FÜR WEICHEIER von Anca Miruna Lăzărescu möchten wir Ihnen gerne eine erste Auswahl der Spielfilme vorstellen:

ATLAS
Regie: David Nawrath
Der 60-jährige Walter ist Möbelpacker für Zwangsräumungen. Er ist der treueste Arbeiter, den der Chef in seiner Spedition hat, bis er in einem konkreten Fall damit konfrontiert wird, dass sein unbekannter Sohn zu den letzten Verweigerern des Auszugs gehört.
Mit Rainer Bock, Albrecht Schuch, Thorsten Merten, Uwe Preuss

DER SCHREI
Regie: Bünyamin Musullu
Für Niko sind gesellschaftliche Regeln fremd. Er lässt sich ziellos im Alltag treiben und eckt immer wieder an, nicht weil er sich Regeln widersetzt, sondern weil er sie einfach nicht befolgt. Er ist ständig auf der Suche und möchte neue Dinge entdecken, dabei ist ihm egal was.
Mit Bardo Böhlefeld, Ronja Herberich, Friederike Friedrichs

ES IST AUS, HELMUT
Regie: Petra Lüschow
Westdeutschland in den 80er Jahren: Die 68er und ihre Ideale von Aufbruch und Freiheit sind endlich auch in der hessischen Provinz angekommen, als ein linksliberaler Lehrer an Ursulas Schule kommt, in den sie sich Hals über Kopf verliebt.
Mit Anna Hornstein, Florian Stetter, Christina Grosse, Thorsten Merten

ICH LIEBE ALLES, WAS ICH AN DIR HASSE
Regie: Nadine Keil
Helena ist heimlich in Kai, den Freund ihrer Zwillingsschwester Mia, verliebt. Als Mia ihre Affäre Finn in den gemeinsamen Schwesternurlaub mitbringt, wittert Helena eine Chance für sich. Wie gut, dass Wissenschaftler im nahegelegenen Wald Hormonfallen ausgelegt haben, die ihre eigene Dynamik entwickeln.
Mit Maria und Klara Wördemann, Aaron Arens, Michael Kranz

KANUN
Regie: Til Obladen und Kida Ramadan
Kanun ist das albanische Gewohnheitsrecht aus vorrömischer Zeit, bei dem der älteste Mann der Familie das Sagen hat über Ehe- und Strafrecht. Kann Agim der Verurteilung durch dieses Gesetz entkommen?
Mit Kida Ramadan, Blerim Destanni, Frederick Lau

KILL ME TODAY, TOMORROW I’M SICK!
Regie: Joachim Schroeder und Tobias Streck
Pristina 1999. Anna arbeitet für die Hilfsorganisation OSZE und ist stolz ihren Beitrag für einen demokratischen Wandel auf dem Balkan zu leisten. Doch sie muss erkennen, dass nicht alle Kollegen so denken wie sie. Aber kann sie sich auf den Glückritter Plaka verlassen?
Mit Karin Hanczewski, Carlo Ljubek, Tommy Sowards, Sigi Zimmerschied

RAUS
Regie: Philipp Hirsch
„Unsere Welt ist am Arsch, weil die Falschen am Drücker sind!“ Das ist Glockes Sicht auf die Dinge. Zumindest im Moment. Er versucht sich als Aktivist, aber eigentlich will er ein Mädchen beeindrucken.
Mit Matti Schmidt-Schaller, Milena Tscharntke, Tom Gronau

SCHWIMMEN
Regie: Luzie Loose
Die Freundinnen Elisa und Anthea, beide 15, entwickeln ein Spiel, in dem sie alles, was sie tun, mit ihren Handykameras festhalten. Was lustig und gut gemeint war, entwickelt bald eine zerstörerische Dynamik.
Mit Stephanie Amarell, Lisa Vicari, Alexandra Finder, Jürg Plüss

VOM LOKFÜHRER, DER DIE LIEBE SUCHTE
Regie: Veit Helmer
Nurlan, der Lokführer, lenkt tagein, tagaus seinen Zug durch einen dicht besiedelten Vorort Bakus, in dem die Schienen so dicht an die Häuser grenzen, dass Nurlan quasi durch die Vorzimmer und Gärten der Bewohner fährt. Eines Tages verheddert sich ein blauer Spitzen-BH an seiner Lok und Nurans macht sich auf die Suche nach der Besitzerin.
Mit Predrag ‚Miki‘ Manojlovic, Denis Lavant, Paz Vega

WENN FLIEGEN TRÄUMEN
Regie: Katharina Wackernagel
Eine Psychotherapeutin und ihre Halbschwester machen sich in einem roten Feuerwehrauto auf dem Weg nach Norwegen, verfolgt von einem Haufen gestrandeter Persönlichkeiten, umnebelt von Wodka und ein paar Fliegen, die anfangen zu träumen.
Mit Thelma Buabeng, Nina Weniger, Johannes Klaußner

WO KEIN SCHATTEN FÄLLT
Regie: Esther Bialas
Für die Sommerferien kehrt die 14jährige Hanna in ihr Heimatdorf zurück, das weit abgelegen hinter dem Moor liegt. Die Dorfbewohner begegnen ihr mit größter Skepsis, mysteriöse Dinge geschehen.
Mit Valerie Stoll, Milena Tscharntke, Godehard Giese

52. Internationale Hofer Filmtage - Retrospektive BARBET SCHROEDER

Die Retrospektive der 52. Internationalen Hofer Filmtage ist dem Alt-Meister des französischen Kinos, Barbet Schroeder, gewidmet. Seine Weggefährten waren Claude Chabrol, Jaques Rivette und François Truffaut, vor allem aber mit Eric Rohmer verband ihn eine lebenslange Freund- und Partnerschaft. 1962 gründeten sie zusammen die bis heute agierende Produktions-, Filmverleih- und Weltvertriebsfirma Les Films du Losange, in der sowohl eigene Filme wie auch die anderer Regisseure entstehen.

„Es freut mich ganz besonders, dass wir diesem Regisseur von internationalem Ruhm die diesjährige Retrospektive widmen und einen Ausschnitt aus dem umfangreichen Werk von Barbet Schroeder bei den Filmtagen zeigen zu können. Es ist mir eine große Ehre, dass er seine Filme persönlich in Hof vorstellen wird.“ Thorsten Schaumann, Künstlerischer Leiter

Barbet Schroeder begann seine Karriere zunächst als Produzent der Filme von Eric Rohmer, realisierte 1969 seinen ersten Spielfilm als Regisseur, „Gier nach Lust“, und wurde international bekannt mit dem Film „Die Affäre der Sunny von B“, in dem er den angeblichen Mord von Claus von Bülow an seiner Frau Sunny beleuchtete. Hauptdarsteller Jeremy Irons wurde 1991 dafür mit dem Oscar® als bester Darsteller ausgezeichnet. Den internationalen Durchbruch hatte Barbet Schroeder im darauffolgenden Jahr mit dem Psychothriller „Weiblich, ledig, jung sucht …“ mit Bridget Fonda und Jennifer Jason Leigh in den Hauptrollen.

Schroeders Schaffen umfasst ein beachtliches, vielfältiges Werk, arbeitet er doch seit seinen Anfängen kontinuierlich als Produzent, Regisseur, Drehbuchautor und gelegentlich auch als Schauspieler wie in „Die Bartholomäusnacht“ seines Landsmannes Patrice Chéreau, in „Mars Attacks!“ von Tim Burton und „Darjeeling Limited“ von Wes Anderson. Schon in frühen Jahren hat Schroeder auch immer wieder Dokumentarfilme gedreht, ob über den ugandischen Diktator Idi Amin (Hof 1974) oder den Schriftsteller Charles Bukowski oder den umstrittenen französischen Anwalt Jacques Vergès, den er in dem viel beachteten Film „Im Auftrag des Terrors“ portraitierte. Erst im vergangenen Jahr zeigten die Hofer Filmtage seinen Film „Le Vénérable W.“ über einen einflussreichen Mönch in Myanmar, über den alltäglichen Rassismus, wie Islamophobie und Hasstiraden Gewalt und Zerstörung hervorbringen. Dabei ist Myanmar ein Land, in dem 90 Prozent der Einwohner Buddhisten sind, Anhänger einer Religion, die sich auf Frieden, Toleranz und Gewaltlosigkeit beruft.

Die Werkschau umfasst die Filme:

General Idi Amin Dada
1974, Dokumentarfilm

Maitresse
1975, Spielfilm, mit Bulle Ogier und Gerard Depardieu

The Charles Bukowski Tapes
1982-84, (50 x 4 Minuten Video)

Barfly („Szenen eines wüsten Lebens“)
1987, Spielfilm, mit Mickey Rourke und Faye Dunaway

Reversal of Fortune („Die Affäre der Sunny B.“)
1990, Spielfilm, mit Glenn Close, Jeremy Irons und Ron Silver

Single white female („Weiblich, ledig, jung sucht …“)
1990, Spielfilm, mit Bridget Fonda und Jennifer Jason Leigh

Before and after („Davor und danach“)
1995, Spielfilm, mit Meryl Streep und Liam Neeson

Our lady of the assassins („Die Madonna der Mörder“)
2000, Spielfilm, mit German Jaramillo

Mad Men „The Grown ups“
2009, Fernsehserie, 3. Staffel, Folge 12, mit Jon Hamm

Amnesia
2014, Spielfilm mit Marte Keller und Max Riemelt

The venerable W.
2016, Dokumentarfilm

Das war eine spannende Diskussion ZWISCHEN SOMMER UND HERBST im Central Kino in Hof. Der Regisseur Daniel Manns erzählte beim Home of Films Filmtage Rendezvous über ein nicht ganz geglücktes Crowd Funding zur Finanzierung seines Filmes, vom überraschenden Wechsel der Hauptdarstellerinnen und wie dann doch noch die Produktion rechtzeitig für die Weltpremiere bei den Hofer Filmtagen fertig wurde:

„Für mich ist es eine große Freude, ZWISCHEN SOMMER UND HERBST nach knapp einem Jahr noch einmal vor Publikum präsentieren zu dürfen. Der Film ist diesen Sommer im Kino gelaufen, erscheint gerade auf DVD und das hat alles mit der Premiere in Hof begonnen. Es war so schön beim Festival, dass ich ab jetzt jedes Jahr gerne wiederkomme – mit oder ohne neuem Film!“ Daniel Manns

Damit haben wir schon einmal den ersten offiziellen Gast im Home of Films. Am Dienstag, 23. Oktober 2018 starten die 52. Internationalen Hofer Filmtage.

Das letzte Rendezvous des HoF-Jahrgangs 2017 findet am Sonntag, 23. September 2018 um 12:30 Uhr statt. Das ist ziemlich genau einen Monat bevor die Hofer Filmtage 2018 (!) beginnen. Wir sind sozusagen ZWISCHEN SOMMER UND HERBST, was gleichzeitig der Titel von Daniel Manns erstem Langspielfilm ist, den er vollkommen unabhängig und ohne jede Förderung produziert hat.

Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Lena. Sie ist gerade mit der Schule fertig, wohnt mit ihrem Vater und ihrem älteren Bruder Jonas zusammen, bereitet aber schon einen Auslandsaufenthalt in Argentinien vor. So hat sie den Kopf voll mit Plänen als sie eines nachts am Familienkühlschrank die neue Freundin von Jonas kennenlernt. Eva ist 24 und studiert Sozialpädagogik, weil ihr nichts anderes einfällt. Zwischen beiden entsteht eine ungewohnte Intimität, die Lenas Leben ins Wanken bringt.

Daniel Manns zeichnet nahbar und echt die Herausforderungen einer jungen Generation. Darüber werden wir mit dem Regisseur persönlich nach der Vorführung sprechen:

Was? ZWISCHEN SOMMER UND HERBST in Anwesenheit von Regisseur Daniel Manns
Wann? Sonntag, 23. September 2018 um 12:30 Uhr
Wo? Central Kino Hof, Altstadt 8
Wieviel? 5 Euro pro Ticket

Dank an Stefan Schmalfuß und Jessica Popp sowie dem gesamten Team vom Central Kino für ihre fortwährende Unterstützung sowie an den Verleih Salzgeber für die Freigabe der Vorführung.

Dort, wo die erste Vorführung von DER MOTIVATIONSTRAINER stattfand, gab es die wohl vorerst letzte Kinovorstellung des Dokumentarfilmes über Jürgen Höller. Am 04. September um 23:45 Uhr läuft der Streifen in der ARD auf dem Sendeplatz „Der Dokumentarfilm im Ersten“. Für Julian Amershi, einer der beiden Regisseure neben Martin Rieck, war das (fast) wieder genauso aufregend wie bei der Weltpremiere bei den letzten Internationalen Hofer Filmtagen. Im Central Kino in der Hofer Altstadt wurde wieder heiß diskutiert – DER MOTIVATIONSTRAINER zeigt, dass Kino lebt.

„Wir haben Hof viel zu verdanken: die Aufmerksamkeit, die die Filmtage unserem Film beschert haben, hat viele Türen geöffnet. Und auch Monate nach der Premiere unterstützt Hof ’seine‘ Filme weiter und sorgt dafür, dass man sich hier als Filmemacher richtig gut aufgehoben fühlt.“ Julian Amershi und Martin Rieck

SPIEGEL ONLINE über den Film: „Wie Kapitalismus zur Religion wird. Die Teilnehmer brüllen Bob-der-Baumeister-Sätze und zahlen Tausende Euro: Ein Dokumentarfilm über Jürgen Höller untersucht den Reiz von Motivationsseminaren – und findet eine überraschende Erklärung.“ » Artikel lesen

HoF Filmtage Rendezvous – Verpasstes nachholen oder Filme neu entdecken! Demnächst geht’s weiter …

Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung

Der Friedrich-Baur-Preis wird im Rahmen der Internationalen Hofer Filmtage an einen Filmemacher*in für einen abendfüllenden Erstlingsfilm als „Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung verliehen durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz“ vergeben. Anwärter auf den Preis sind die Regisseure*innen aller in Deutschland produzierten Erstlingsfilme, die von den Hofer Filmtagen zur Teilnahme am Festival des jeweiligen Jahres offiziell ausgewählt wurden.

Die Friedrich-Baur-Stiftung hat bereits in den vergangenen zwei Jahren den HEINZ-BADEWITZ-PREIS der Internationalen Hofer Filmtage unterstützt und bündelt nun ihre Preisgelder ab den 52. Internationalen Hofer Filmtagen (23. – 28. Oktober 2018) in dem „Hofer Goldpreis“.

Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung

Der Preis besteht derzeit aus einem zertifizierten Goldbarren von 1 kg Feingold (momentaner Handelswert rund 35.000 Euro), verpackt in einer edlen Schatulle. Zusätzlich wird eine Urkunde mit der Begründung der Preisvergabe erstellt sowie die vorherige Plastik des Heinz-Badewitz-Preises übergeben.

Die Film- und Medienkunst-Abteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wählt einen jährlich wechselnden Mentor, der den Preisträger bestimmt. Darüber hinaus beinhaltet die Mentorentätigkeit die künstlerische Beratung des/der Preisträger*in bei der Entwicklung eines neuen Films über ein Jahr lang. Für 2018 hat der Regisseur Edgar Reitz (u.a. „Heimat“, „Die andere Heimat“) die Aufgabe übernommen.

Der „Hofer Goldpreis der Friedrich-Baur-Stiftung verliehen durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz“ bietet Filmemachern und Produzenten eine zusätzliche Motivation und Basis Filmprojekte anzugehen und zu entwickeln. Teilnehmen können Regisseure*innen, die ihren ersten langen Spielfilm in Deutschland produziert haben. Eingereicht werden können die Filme bis zum 03. September 2018 über das » Entry-Formular auf www.hofer-filmtage.com.

„Der Hofer Badewitz Goldpreis der Friedrich Baur Stiftung, verliehen durch die Bayerische Akademie der Schönen Künste, vereint zwei Dinge: er verschafft dem Preisträger ein finanzielles Polster, um erstens frei und durch das Mentorenprinzip, das viele Türe öffnet, nah am Markt arbeiten zu können. Diese Kombination hat Nachhaltigkeit und ist wirklich einzigartig.“ Thorsten Schaumann, Leiter der Internationalen Hofer Filmtage

Der Preis wird am Ende der Filmtage, am Samstag, den 27. Oktober 2018, im Rahmen einer eigenen Veranstaltung verliehen.

Titelfoto: V.l.n.r.: Thorsten Schaumann, Edgar Reitz, Mentor des Goldpreises 2018, Dr. Georg Freiherr von Waldenfels, Kuratoriumsvorsitzender der Friedrich-Baur-Stiftung, Bernhard Sinkel, Leiter der Abteilung Film- und Medienkunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Foto: Hofer Filmtage / Benjamin Klob

Das Hofer Galeriehaus ist in den Besitz des Cine Center Hof e.V., Trägerverein der Internationalen Hofer Filmtage, übergegangen. Am 19. Juni 2018 unterzeichneten der Vorstand des Vereins und Dr. Karl Gerhard Schmidt, bisheriger Eigentümer des Hauses, den Kaufvertrag. Dank der zahlreichen Spendengelder, die durch das Crowdfunding der VR-Bank zusammenkamen, konnte der Cine Center Hof e.V. das Gebäude erwerben. Das Galeriehaus soll als Kulturstätte erhalten bleiben, was Dr. Schmidt ein großes Anliegen ist und was der Verein garantiert. Die Vorsitzende des Cine Center Hof e.V., Ana Radica:

„Es ist wunderbar, dass wir das Galeriehaus jetzt fest haben und neu gestalten können. Es freut uns sehr, dass wir uns so unkompliziert mit Dr. Schmidt einigen konnten. Unser gemeinsames Ziel war es auch, die ‚Urzelle‘ der Hofer Filmtage zu erhalten. Das schaffte Vertrauen und die Basis für die gelungene Übergabe. Jetzt können wir weiter planen.“

Ihr Stellvertreter Andreas Walter ergänzte: „Mit dem Besitzerwechsel schließt sich ein Kreis.“ Bankier Dr. Karl Gerhard Schmidt war der Erste, der die 1967 gestarteten Hofer Filmtage finanziell unterstützte. Zudem erwarb der er das Haus am Sophienberg, das in der Folge unter Werner Weinelts Regie als „Galeriehaus“ Kultstatus erreichte und jahrzehntelang Treffpunkt der Filmemacher während der Hofer Filmtage war.

Das soll das Galeriehaus wieder werden.

Titelfoto: Nach der Beurkundung des Kaufvertrags (von links): Dr. Karl Gerhard Schmidt und die Vorstandsmitglieder des Cine Center Hof e.V., Christine Walther, Ana Radica und Andreas Walter.

HoF Filmtage Rendezvous – BERLIN EXCELSIOR mit Erik Lemke (Regie) und André Krummel (Kameramann)

Am 19. April war es so weit: wir haben’s wieder gemacht mit BERLIN EXCELSIOR. Im Central Kino wurde der Dokumentarfilm in Anwesenheit von Regisseur Erik Lemke sowie Kameramann André Krummel gezeigt. Angeregt wurde nach der Vorführung im Kino und im Galeriehaus diskutiert.

„Wir haben so spannende Diskussionen bis spät in die Nacht gehabt – das Hofer Publikum ist extrem interessiert. Man merkt dabei auch die Prägung durch die Hofer Filmtage!“ Erik Lemke

Von links nach rechts - Thorsten Schaumann, Erik Lemke (Regie), André Krummel (Kameramann) - Foto: Andreas Rau

„Ich bin immer wieder gerne hier und das bestimmt auch in der Zukunft.“ André Krummel

Nochmals Dank an Dr. Gisela Strunz und der Hermann und Bertl Müller Stiftung sowie Stefan Schmalfuß vom Central Kino!

Titelfoto: Von links nach rechts – Andreas Walter, Thorsten Schaumann, Erik Lemke (Regie), André Krummel (Kameramann), Stefan Schmalfuß (Central Kino), Christine Walther, Dr. Gisela Strunz (Hermann und Bertl Müller Stiftung) – Foto: Andreas Rau

Die Verwertungsgesellschaft Film (VGF) verleiht ihren 25. VGF-Nachwuchsproduzentenpreis in Höhe von 60.000 Euro in diesem Jahr auf den Internationalen Hofer Filmtagen am 26. Oktober 2018. Der höchstdotierte deutsche Preis für Nachwuchsproduzenten wurde bisher im Rahmen des Bayerischen Filmpreises vergeben. Mit der Preisverleihung anlässlich der 52. Internationalen Hofer Filmtage (23. bis 28. Oktober 2018) unterstreicht die VGF ihr Engagement und das der Hofer Filmtage für die Nachwuchsarbeit.

Das Festival, 1967 gegründet, ist bis heute eine der wichtigsten Plattformen für das junge deutsche Kino, die offen für neue Talente ist und ihnen hilft den Weg ins Kino zu finden. Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen und zu würdigen wird in diesem Jahr der 25. VGF-Nachwuchsproduzentenpreis auf den Hofer Filmtagen verliehen.

„Wir freuen uns wirklich sehr, dass der 25. VGF-Nachwuchsproduzentenpreisdieses Jahr bei den 52. Internationalen Hofer Filmtagen vergeben wird. So arbeiten wir an unserem gemeinsamen Ziel, den Nachwuchs zu stärken. Wir geben mit der Preisverleihung beim Home of Films den Filmemacherinnen und Filmemachern eine ideale Plattform, um Kontakte zu knüpfen und das nicht nur für ihre aktuellen, sondern auch zukünftigen Arbeiten.“ Thorsten Schaumann, Leiter der Internationalen Hofer Filmtage

Bewerben um den VGF-Nachwuchsproduzentenpreis 2018 können sich deutsche Nachwuchsproduzenten für erste, zweite oder dritte Kinospielfilme (Mindestlänge 79 Minuten), die 2018 ihren Kinostart haben. Die Bewerbung muss bis 30. Juni vorliegen, die genauen Richtlinien können bei der VGF angefordert oder auf der » VGF Website eingesehen werden. Das Preisgeld ist nicht zweckgebunden und soll der Stärkung des Eigenkapitals der jungen Produktionsfirmen dienen.

Unter den bisherigen Preisträgern sind Kinoerfolge wie „Das Leben der Anderen“ und „Die wilden Kerle“, zuletzt „Einmal bitte alles“ der Münchner Produzentin Helena Hufnagel von Cocofilms.

Die VGF vergibt neben dem VGF-Nachwuchsproduzentenpreis auch Bürostipendien im Bayerischen Filmzentrum Geiselgasteig und unterstützt die Arbeit von Filmhochschulen. Die VGF nimmt seit 1981 für deutsche und ausländische Filmproduzenten die Urheber- und Leistungsschutzrechte an ihren Filmwerken im Bereich der gesetzlich geregelten Abgaben für elektronische Trägermaterialen und Geräte bei der privaten Vervielfältigung, Vergütung für die Einspeisung von Filmen in Kabelnetze sowie der DVD-Vermietung wahr.

… darunter in den Kategorien „Bester Film“ und „Regie“ – das ist ein echtes Ding! SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS lief bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen – jetzt im Kino sehen!

SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS
Regie: Guillermo del Toro
Spielfilm | USA | 2017
Farbe | 123 min

SHAPE OF WATER – DAS FLÜSTERN DES WASSERS inszeniert eine poetische Liebesgeschichte, die circa 1963 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges in Amerika spielt. Im versteckten Hochsicherheitslabor der Regierung arbeitet die einsame Elisa gefangen in einem Leben der Stille und Isolation. Elisas Leben ändert sich für immer, als sie und ihre Kollegin Zelda ein als geheim eingestuftes Experiment entdecken.