Der Spezialpreis der Stadt Hof geht an Rainer Huebsch

Statement des langjährigen Organisationsleiters der Hofer Filmtage

Der Förderpreis Neues Deutsches Kino geht an Sandra Wollner für DAS UNMÖGLICHE BILD

Statement der Preisträgerin

Caroline Link

Hofer Filmtage – Wie geht es weiter?

Der Hans-Vogt-Filmpreis 2016 geht an Doris Dörrie

Statement der Preisträgerin

Werner Herzog

… über das bayerische Geheimnis, das angeblich seine Filme durchzieht.

Veronica Ferres

Was es für mich bedeutet, in diesem Jahr in Hof zu sein.

DIE BLUMEN VON GESTERN: Lars Eidinger

… über die Komplexität seiner Rolle im Eröffnungsfilm der 50. Internationalen Hofer Filmtage

Alfred Holighaus zum Programm der 50. Hofer Filmtage

Statement zur Eröffnung

Das HOME OF FILMS wird fünfzig

Es ist diese unwiderstehliche Mischung aus filmgeschichtlichem Bewusstsein, der Lust an der Gegenwart und der Neugierde auf die Zukunft, die den immergrünen Charme der Hofer Filmtage ausmacht – egal bei welchem Wetter. Oder, wie es der langjährige Stammgast Peter W. Jansen vor zehn Jahren beschrieb: „Die Reise nach Oberfranken war immer eine Reise in die Gegenwart, vor allem der deutschen Filme […], und zugleich in die Vergangenheit des internationalen Kinos. Und in unbekanntes Gelände.“

Das HOME OF FILMS wird nun fünfzig Jahre alt. Und der Heinz of Films, der die genannte Reise leitete und 49 Mal zu einem Trip werden ließ, der wirklich das Bewusstsein erweiterte, kann an der Geburtstagsfeier nicht mehr teilnehmen, weil ihm seine eigene Trauerfeier – unverhofft, unbegreiflich, unerträglich! – zuvor kam. Und er konnte sie nicht vorbereiten. Natürlich gab es Ideen sowie zu Beginn des Jahres ein paar Gespräche, was zwischen dem 25. und dem 30. Oktober 2016 in Hof geschehen könne und was auf keinen Fall geschehen dürfe. Heinz Badewitz wollte auch beim Goldenen Jubiläum auf keines der drei Elemente verzichten. Er wollte keine rührseligen Rückblicke und keinen Kult um die Person, die für alle seine Freunde und Gäste ohnehin schon längst Kult war und ist: Heinz Badewitz.

Es wird so kommen, wie er es wollte. Und vielleicht doch ein bisschen anders. Nicht, weil er es nicht mehr verhindern kann, sondern, weil das Festival sich und Heinz auch etwas schuldig ist. Schon geplant war ein öffentliches Gespräch mit Gästen des Festivals aus unterschiedlichen Phasen über seine Geschichte – und damit notabene über die Gegenwart und Zukunft des deutschen Films. Darauf freuen wir uns. Nicht geplant war ein Rückblick in Filmen. Doch auch darauf freuen wir uns, weil er – mit fünf Programmen aus fünf  Jahrzehnten – zeigen wird, was dieses Festival war und konnte, ist und kann.

Am meisten aber freuen wir uns auf das aktuelle Programm dieses besonderen Jahres (das natürlich auch etwas besonders Trauriges hat). Und genauso freuen wir uns darüber, dass das Festival selbst, seine Verantwortlichen, seine langjährigen erfahrenen, leidenschaftlichen Macherinnen und Macher, uns die Pflicht und das Vergnügen übertragen haben, ein Programm zu kuratieren, das zu diesem Festival passt.

Also treffen auch bei diesem Festival wieder Alt und Jung aufeinander, begeistert der deutschsprachige Nachwuchs ebenso wie Highlights internationaler Filmfestivals in deutscher Erstaufführung.

Wir blicken auf Zustände und Tendenzen im deutschen Kino und können uns dabei zum Beispiel von der neuen Vorliebe für den Psychothriller überraschen lassen. Und wir haben die Freude am Wiedersehen neuer Werke vieler internationaler und heimischer Filmemacherinnen und Filmemacher, die dem Festival und damit dem Kino der Welt über verschiedene Epochen verbunden und wichtig waren – und sind.

So werden die 50. Internationalen Hofer Filmtage ganz sicher eine echte Geburtstagsfeier.

Alfred Holighaus, Linda Söffker und Thorsten Schaumann
Kuratorium Hofer Filmtage 2016

HEINZ-BADEWITZ-PREIS zum 50. Jubiläum

Zum ersten Mal in der Geschichte der Internationalen Hofer Filmtage vergibt das Hofer Filmtage-Team einen eigenen Preis. Zur Erinnerung an den im März 2016 verstorbenen Initiator und langjährigen Leiter der Hofer Filmtage, Heinz Badewitz, wird ab diesem Jahr ein Preis für eine Nachwuchsregie für ein Erstlingswerk ausgelobt, um jährlich ein junges Talent des deutschen Films zu würdigen und zu unterstützen. Der HEINZ-BADEWITZ-PREIS wird vom Hofer Filmtage Team zusammen mit der Friedrich-Baur-Stiftung vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Andreas Walter, kommissarischer Vorstand der Hofer Filmtage:

„Mit dem HEINZ-BADEWITZ-PREIS wollen wir das Lebenswerk von Heinz Badewitz würdigen. Ihm lagen die Regisseure immer besonders am Herzen. Deshalb geht der Preis auch an eine/n Nachwuchsregisseur/in. Mit dem Preis wollen wir aber auch ein Zeichen setzen, dass die Filmtage weitergehen und wir sie im Sinne von Heinz in eine neue Ära führen wollen. Wir freuen uns sehr, dass die Friedrich-Baur-Stiftung uns spontan finanziell unterstützt und den Preis möglich gemacht hat.“

Der Preis besteht aus einem Objekt der Design-Fachschule in Selb, das als Sieger eines Wettbewerbs für ein Denkmal „Hofer Filmtage“ anlässlich des 50. Geburtstags hervorgegangen ist. Initiiert wurde die Aktion von der Hofer Bürgerstiftung. Noch im vergangenen Jahr konnte Heinz Badewitz die Einreichungen der Nachwuchs-Designer begutachten. Real konnte die Skulptur bis dato nicht umgesetzt werden, aber die Miniaturausgabe bildet nun den HEINZ-BADEWITZ-PREIS.

Preisverleihung:
Freitag, 28. Oktober 2016, 19:30 Uhr, Scala Filmtheater Hof