Medienecho 2014

Bayerisches Fernsehen

„Die Hofer Filmtage waren 2014 vor allem eines: brisant. […] Der Eröffnungsfilm der 48. Internationalen Hofer Filmtage stand für ein Programm mit aktuellen politischen Inhalten. Nicht schwer oder belehrend, sondern kraftvoll, mutig, manchmal auch humorig.“ Margret Köhler

Berliner Morgenpost

„Hof steht nicht nur für ‚Home of Film‘ (wie Wenders es interpretierte), sondern es sind auch die ersten Buchstaben von ‚Hoffnung‘. Die kann man durchaus für den deutschen Film haben, denn er ist internationaler und durchdachter und ausgeklügelter geworden. Könnte man fast glauben, nach fünf Tagen Hof.“ Hanns-Georg Rodek

Die Welt

„Hof verstand und versteht sich als Sprungbrett für junge Talente. Vielleicht kann man einmal den Namen Burhan Qurbani eingravieren. Oder Mark Monheim. Oder Peter Sattler. […] Es kommt inzwischen sehr auf den Jahrgang in Hof an, und 2014 war ein guter.“ Hanns-Georg Rodek

epd Film

„Bei wachsender Konkurrenz besonders zum Filmfest München entschied man sich in Hof für ein recht kontroverses Programm mit vielen polarisierenden deutschen Filmen – eine Wahl, die man Heinz Badewitz hoch anrechnen muss. Denn obschon so manch allzu experimenteller Film und so mancher Kommerzfilm darunter war, so waren doch einige herrliche Entdeckungen zu machen – und das ist nur möglich, wenn man sich nicht auf ein Erfolgsrezept verlässt, sondern einen sehr bunten, sehr jungen und sehr starken Mix anbietet – ob nun staatlich gefördert oder nicht. Und das ist den Hofer Filmtagen 2014 gut gelungen, genauso wie die Bratwurst zwischen den Filmen.“ Johannes Lehnen

Frankenpost

„Alljährlich im Herbst entscheidet sich für Weinliebhaber, ob sie einen guten oder eher mäßigen Jahrgang erwarten dürfen. Alljährlich im Herbst präsentiert Heinz Badewitz in Hof die Traubenlese des deutschen Nachwuchsfilms. Bei den 48. Internationalen Filmtagen gab es kinematografische Edeltropfen ebenso zu verkosten wie mal mehr, mal weniger gekonnt ausgebaute Alltagsgewächse – kein herausragender Jahrgang, im Ganzen gut genießbar bis würzig, hier und da zusätzlich gereift durch Hoffnungsschimmer oder auch heller strahlendes Licht.“ Michael Thumser

Frankfurter Allgemeine

„Viel war zu lesen, dass die Bilder des Krieges in die anarchische Hand der sozialen Medien geraten sind und das Rohe am Krieg durch die unkontrollierte Form seiner medialen Darbietung verdoppelt wird. Dem Film gibt das die Möglichkeit einer Art Bildnachbearbeitung. Auf den Hofer Filmtagen, die den Schwerpunkt in diesem Jahr auf dem Krieg in der arabischen Welt legten, wurde sie entschlossen genutzt. Eine ganze Reihe von Filmen löste die individuellen Schicksale aus dem Freund-Feind-Schema des Krieges und zeichnete kleinere Verbindungslinien zwischen den Fronten. […] Von der Last der Sinnsuche in Wohlstandswelten befreit, präsentierten sich die Filmtage ansonsten aber nicht nur politisch, sondern auch ästhetisch in starker Form.“ Thomas Thiel

Süddeutsche Zeitung

„Gutes Kino, mit wenigen Ausreißern nach unten. Und das trotz der Festivalkatalog-Ankündigung von überwiegend ‚politischen Filmen‘, was mehr einer kuratorischen Drohung denn einem Versprechen gleichkam. Doch glücklicherweise waren die ‚politischen Filme‘, speziell von Regisseuren aus Deutschland und Israel, kein selbstkasteiendes Festival-Problem-Kino.“ David Steinitz

Filmer-Mannschaft siegt 3:1

Samstagvormittag bei den Hofer Filmtagen – traditionell Fußballzeit: In einem mitreißenden Spiel auf hohem technischen Niveau schaffte der FC Hofer Filmtage mit einem leistungsgerechten 3:1-Sieg gegen den FC Filmwelt den Ausgleich in der Gesamtwertung aller Spiele.

Die Tore: 8. Minute: 1:0 Jakob von Moers · 51. Minute: 2:0 Moritz Helmes · 66. Minute: 2:1 Werner Goller · 72. Minute: 3:1 Justus Peter

Glanzparade in der 40. Minute: Klaus Knösel, Torwart des FC Hofer Filmtage

Klaus Knösel, Torwart des FC Hofer Filmtage, beeindruckte mit einer Glanzparade in der 40. Minute, als er einen platzierten Fernschuss aus dem Tordreieck fischte.

Stergios Moutakidis („Stereo “) erhielt nach dem Spiel den Fairnesspreis für sein sportliches Verhalten bei einer zweifelhaften Elfmeter-Entscheidung. Die Partie fand in Gedenken an Baumi Baumgartner statt.

Bild-Kunst Förderpreise gehen an WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.

Der Bild-Kunst Förderpreis – Bestes Kostümbild Bestes Szenenbild 2014

gestiftet vom VSK Verband, der Filmakademie Baden-Württemberg, der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst und der Theaterkunst GmbH

geht an

Juliane Maier für das Beste Kostümbild bei WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.

sowie an

Jill Schwarzer für das Beste Szenenbild bei WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.

Hannelore Elsner über AUF DAS LEBEN!

Statement von Hannelore Elsner zu dem Spielfilm AUF DAS LEBEN!
» Infos zum Film

Heike Makatsch ABOUT A GIRL

Statement von Heike Makatsch zu dem Spielfilm ABOUT A GIRL
» Infos zum Film

Retrospektive Eran Riklis

Die Retrospektive der 48. Internationalen Hofer Filmtage 2014 ist dem israelischen Regisseur Eran Riklis gewidmet.

Seit mehr als 10 Jahren gehört Eran Riklis zu den wichtigsten Vertretern des israelischen Kinos. 1954 geboren, studierte er an der berühmten Beaconsfield National Film and Television School in England. Schon sein erster Film ON A CLEAR DAY YOU CAN SEE DAMASCUS (1984) zeigte, dass sich der Regisseur seiner israelisch-palästinensischen Kultur verpflichtet fühlt. Dennoch bezeichnet er sich nicht als „politscher Regisseur“, vielmehr versteht er sich als Mittler zwischen den beiden Kulturen. Durch seine Filme möchte er dazu beitragen, dass die Zuschauer nachdenklicher und offener für eine multikulturelle Gesellschaft werden und Vorurteile abbauen.

„… alles hängt davon ab, wer man ist und welche Identität man sich gibt.“ Eran Riklis

Mit seinem Film THE CUP (1991) machte er international auf sich aufmerksam, seinen Durchbruch erlangte er mit dem Film DIE SYRISCHE BRAUT (2004), der weltweit auf Festivals eingeladen wurde und viele Preise einheimste. 2008 war er mit seinem Film LEMON TREE im Panorama Programm der Berlinale vertreten und gewann den Publikumspreis. Für das Drehbuch zu diesem Film erhielt er 2008 auch eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis. 2010 wurde sein Film DIE REISE DES PERSONALMANAGERS von Israel ins Rennen um den Oscar® als „Best foreign language film“ geschickt.

Eran Riklis gehört zu den bedeutendsten europäischen Filmregisseuren von internationalem Rang. Vom 23. bis 26. Oktober 2014 stellt er im Rahmen des Hofer Festivals eine » Auswahl seiner Filme, darunter zwei Kurzfilme, persönlich vor.

Förderpreis an Andreas Arnstedt

Der Förderpreis Neues Deutsches Kino 2014

gestiftet von der Bavaria Film, dem Bayerischen Rundfunk und der DZ Bank, geht an

Andreas Arnstedt für DER KUCKUCK UND DER ESEL

Zitat der unabhängigen Jury, bestehend aus Produzent Peter Rommel (FEUCHTGEBIETE, HALT AUF FREIER STRECKE), Schauspielerin Pheline Roggan (SOUL KITCHEN, CHIKO) und Regisseur Maximilian Erlenwein (STEREO, SCHWERKRAFT):

„Hier ist auf den Punkt gebracht, was wir alle im deutschen Film vermissen, bzw. wofür der deutsche Filme schon lange nicht mehr steht: intelligenter, schwarzer Humor, konsequent, radikal, mutig. Wir hatten Spaß an virtuosen Dialogen, überraschend komplexen Figuren in einer drastischen Inszenierung.  Dieser Film ist eine abgrundtief böse Ansage!“

Das Statement von Andreas Arnstedt

Filmpreis der Stadt Hof an Chris Kraus

Der Filmpreis der Stadt Hof 2014

geht an

Chris Kraus

Zitat aus der Laudatio von Heike Melba Fendel:

„Dass Chris Kraus, dieser große Verausgaber und Verstörer, dieser Terrorist und Tröster, dieser Entdecker und Erwecker und großer Erzähler hier und heute den Filmpreis der Stadt Hof bekommt, ist das Beste, was ihm und uns und der Stadt Hof passieren konnte.“

Chris Kraus zu seinem Preis:

„Die Freude ist riesengroß, denn Hof und vor allem Heinz habe ich unendlich viel zu verdanken.“

Chris Kraus, 1963 geboren, präsentierte 2006 seinen Film VIER MINUTEN bei den Internationalen Hofer Filmtagen; seither ist er regelmäßiger Gast in Hof. Ergreifend und bewegend erzählt er die Geschichte der greisen Pianistin Traude Krüger – eine der letzten Rollen der großen Monika Bleibtreu – die seit mehr als 60 Jahren im Frauenknast Klavierunterricht gibt. Sie trifft auf die junge, rebellische Mörderin Jenny, deren großes Talent sie erkennt und sie zu einem Pianowettbewerb drängt. Stürmisch entlädt sich alle Emotion in Jenny Klavierspiel.

2007 war seine Folge BELLA BLOCK – REISE NACH CHINA im Programm der Filmtage zu sehen. Mit POLL kam 2010 ein weiteres großes Filmwerk von Chris Kraus, das bei den Filmtagen Premiere feierte. POLL erzählt die Geschichte der 14-jährigen Oda von Siering, die im Juni 1914 zu ihrer Familie an die Ostseeküste zurückkehrt. In der entlegenen Provinz des Zarenreichs belauern sich Deutsche, Russen und Esten. Oda löst dramatische Konsequenzen für alle aus, als sie heimlich einen Verwundeten in der Scheune pflegt.

Das Statement von Chris Kraus

Christoph Hochhäusler: DIE LÜGEN DER SIEGER

Statement des Regisseurs Christoph Hochhäusler zu seinem Spielfilm DIE LÜGEN DER SIEGER

» Infos zum Film

Hans-Vogt-Preis geht an Wim Wenders

Der Hans-Vogt-Filmpreis 2014 geht an den Regisseur Wim Wenders. Der Filmpreis wird von der Stadt Rehau vergeben an einen Filmemacher, der sich innovativ und kreativ um den Ausdruck und die Qualität des Filmtons in seinem Werk bemüht und ist mit 5.000,- Euro dotiert. Ohne Zweifel ist Wim Wenders einer der Regisseure, der für diesen Preis prädestiniert ist.

Mit der gleichen Sorgfalt, die er auf die Komposition seiner Bilder verwendet, widmet er sich der Gestaltung des Tons in seinen Filmen und dem Soundtrack.

So zum Beispiel die Musik zu seinem großen Filmepos „Bis ans Ende der Welt“, für das er namhafte Bands und Sänger gewinnen konnte, die ihm für den Film neue Songs komponierten, darunter U2, Peter Gabriel, Nick Cave, Robbie Robertson, Daniel Lanois, Lou Reed und viele andere. Nicht zuletzt hat er auch neben seinen vielen Spiel- und Dokumentarfilmen, immer wieder Musikfilme gedreht wie u.a. „Buena Vista Social Club“ (1999), „Viel passiert – Der BAP-Film“ (2002) oder „The Soul of a Man“ (2003).

Zu seinen letzten Filmen zählen „Pina – Ein Tanzfilm in 3D“, „Kathedralen der Kultur“, ein von Wim Wenders initiiertes 3D-Projekt von sechs preisgekrönten Regisseuren über herausragende Bauwerke (Episode Berliner Philharmonie), und der Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ über den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, den er zusammen mit dessen Sohn Juliano Ribeiro Salgado realisierte und der am 30.10.2014 in den Kinos startet.

Mit Hof verbindet Wim Wenders eine besondere Beziehung, nicht nur weil er seit den 2. Hofer Filmtagen viele seiner Filme in der oberfränkischen Stadt präsentiert und seinen Film  „Im Lauf der Zeit“ (1976) u.a. in Hof drehte, sondern auch, weil er das Motto HOME OF FILMS für die Hofer Filmtage prägte.

Die Internationalen Hofer Filmtage gratulieren dem Preisträger sehr herzlich.

 

Burhan Qurbani zum Eröffnungsfilm

Statement des Regisseurs Burhan Qurbani zum Eröffnungsfilm der 48. Internationalen Hofer Filmtage
WIR SIND JUNG. WIR SIND STARK.