Statement des Festival-Leiters

Statement des Regisseurs

Film bedeutet immer auch Diskussion um und über den Film. Mit HoF PLUS legen die 51. Internationalen Hofer Filmtage in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf brandaktuelle Themen der Branche und stellen neben den bereits etablierten Club-Gesprächen mit Kreativen viel Spannendes, Interessantes und zu Entdeckendes bei diesem neuen Rahmenprogramm vor.

Den Auftakt macht am Mittwochnachmittag, 25.10.2017 der Bundesverband Schauspiel mit dem Thema KEINE GAGE, DAFÜR LECKERS CATERING – Schauspiel-Engagements in Hochschul- und Debütfilmen.

Donnerstag, 26.10.2017 steht ganz im Zeichen der Digitalisierung in der Filmwelt. Dabei geht es zum einen um die Distribution. Vor diesem Hintergrund werden Begriffe des transaktionalen Geschäftes wie TVOD, EST, SVOD erläutert wie auch das Portal INDIEswitch – DAS VOD PORTAL AN DER SEITE DER KINOS vorgestellt. Zum anderen bietet die Digitalität neue Möglichkeiten in der Produktion. So entführt uns ARRI MEDIA GmbH in VIRTUELLE WELTEN. An zwei Ausprobierstationen kann der Zuschauer einen Tag Virtual und Augmented Reality hautnah erleben.

Am Freitagnachmittag, 27.10.2017 diskutiert ein hochkarätig besetztes Panel unter dem Titel JÄGER DES VERLORENEN ZUSCHAUERS Themen rund um Filmverleih und -auswertung. Es geht nicht nur darum, warum erfolgreiche Festivalfilme nicht den Weg ins Kino finden, sondern auch um die Frage nach alternativen Wegen der Vermarktung. Ein sehr aktuelles Thema.

„Kino lebt mehr denn je. In erster Linie sind das selbstverständlich die Filme, die wir für die diesjährigen Hofer Filmtage ausgewählt haben. Zusätzlich greifen wir mit HoF PLUS Themen auf, die in Teilen sehr kontrovers diskutiert werden. Aber das ist HoF. Wir machen die Augen auf, schauen in die Zukunft und suchen nach Lösungen. Das wird spannend!“ Thorsten Schaumann

Die Veranstaltungen im Überblick:

Mittwoch 25.10.2017

KEINE GAGE, DAFÜR LECKERES CATERING – Schauspiel-Engagements in Hochschul- und Debütfilmen
14.30 – ca. 16.30 Uhr Paneldiskussion – Fabrikhalle HofTex

Auf dem Podium sitzen u.a. Simone Wagner, Bundesverband Schauspiel, Bernhard F. Störkmann, Bundesverband Schauspiel, Christian Knie, Regisseur, Ulrich Aselmann, die film, Stephen Sikder, Dream Team sowie Julia Bezzenberger, Verband der Agenturen. Die Moderation liegt bei Tania Carlin.

Die Teilnehmer werden sich mit den Folgen der Einführung des Mindestlohngesetzes im Jahr 2015, in dem in den Schauspiel-Verträgen für Hochschulfilme das Wort Gage durch das Wort Ehrenamt ersetzt wurde, befassen.

Donnerstag 26.10.2017

INDIEswitch – das VOD Portal an der Seite der Kinos
11.00 bis ca. 12.30 Uhr Gesprächsrunde – Café Rossini – Veranstaltung für akkreditierte Fachbesucher

Begriffe des transaktionalen Geschäftes werden diskutiert sowie Begriffe wie TVOD, EST, SVOD erläutert, die immer wieder fallen und nicht wirklich einheitlich verwendet werden. Gleichzeitig werden Jürgen Fabritius und seine Kollegen Jochen Kröhne sowie Michael Bischoff „INDIEswitch – das VOD Portal an der Seite der Kinos“ vorstellen, das im Dezember 2017 online geht.

ARRI – ENTFÜHRUNG IN VIRTUELLE WELTEN
Fabrikhalle HofTex
11.00 – 14.30 Uhr Hautnah erleben: Zwei VR und AR Ausprobierstationen
14.30 – ca. 15.30 Uhr Virtuelle Welten – ein Vortrag mit Praxisbeispielen
15.30 – ca. 17.00 Uhr Hautnah erleben: Zwei VR und AR Ausprobierstationen

Ozan Saltuk, Junior Unity Programmierer von ARRI Media GmbH, referiert über das Thema und demonstriert an Praxisbeispielen Virtual und Augmented Reality.

Freitag 27.10.2017

JÄGER DES VERLORENEN ZUSCHAUERS
14.30 – ca. 16.00 Uhr Paneldiskussion – Fabrikhalle HofTex

Panel mit den Gästen: Andreas Arnstedt, Regisseur und Produzent Questionmark Entertainment, Andreas Rothbauer, Picture Tree, Fabian Wolfart, Pantaflix, Christian Pfeil, Arena Filmtheaterbetriebs GmbH, Christoph Ott, NFP marketing und distribution GmbH, Dr. Klaus Schaefer, FFF Bayern. Die Moderation hat Alfred Holighaus, Präsident der SPIO übernommen.

Es werden Fragen diskutiert, warum erfolgreiche Festivalfilme nicht den Weg ins Kino finden, wie durch alternative Strategien dem Zuschauer Anreiz geschafft werden können, Filme abseits vom Mainstream im Kino zu sehen, und wie digitale Abrufplattformen einen durchaus interessanten Weg zum Zuschauer bilden könnten.

Mit 40 Langfilmen, davon sechs Ko-Produktionen, zeigen die deutschen Produktionen ihre Stärke bei den 51. Internationalen Hofer Filmtagen 2017. Die Filmemacher beschäftigen sich mit Themen, die sich rund um das Leben drehen, sei es aus einer inneren Perspektive heraus oder aus dem Blickwinkel des Beobachters; es geht um Flüchtlinge, um Selbstbestimmung, Erwachsenwerden oder um starke Frauen, um das Leben miteinander und den damit verbunden Schwierigkeiten.

Wir stellen Ihnen gerne einige Highlights aus dem Spielfilmprogramm vor:

VOLLMOND von Andreas Arnstedt ist bereits ist sein vierter Film, der in Hof Premiere feiert. Arnstedt erhielt 2014 den Förderpreis Deutsches Kino für seinen Film „Der Kuckuck und der Esel“. Mit seinem neuen Film erzählt er die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte von Lara Wildner, einer jungen Frau, die unter einem traumatischen Erlebnis leidet und ihre Umwelt immer wieder vor den Kopf stößt. In den Hauptrollen Elzemarieke de Vos, Oliver Stokowski, Stephan Grossmann.

MACHT EUCH KEINE SORGEN von Emily Atef erzählt von Liebe und Misstrauen und deren gesamter Umgebung, die es geschafft hat, ihren Sohn aus den Fängen des IS wieder nach Hause zu holen. Doch der Freude über die Heimkehr weicht zunehmendes Misstrauen gegenüber der tatsächlichen Gesinnung des eigenen Sohnes. Mit Jörg Schüttauf, Ulrike C. Tscharre, Leonard Carow und Leonard Scheicher.

BRUT von Constantin Hatz, Preisträger Förderpreis Deutsches Kino 2015 für „Fuge“, bildet den Abschluss seines Mutter-Kind-Beziehungs-Zyklus. Erneut zeigt er den Versuch eines jungen Menschen sich von der dominanten Mutter zu lösen.

THE YEAR I LOST MY MIND von Tor Iben erzählt von Tom, der sich während einer seiner Einbruchtouren in sein Opfer Lars verliebt. Von nun an beginnt Tom Lars heimlich zu verfolgen und zu beobachten. Dabei verstrickt er sich in ein Labyrinth der Leidenschaften.

BREAKDOWN IN TOKYO von Zoltan Paul schickt den Regisseur Lászlo auf einen Road Trip durch Tokyo auf der Suche nach seiner Ex-Geliebten, die sich aus enttäuschter Liebe an ihm rächen will und mit den Produktionsdaten verschwunden ist. Aber eigentlich wollte Lászlo die Tour der Band seines Sohnes, PeroPero, begleiten, statt sich Hals über Kopf zu verlieben.

WALDLUST von Axel Ranisch schickt die Kommissarin alias Ulrike Folkerts und ihre Kollegen auf ein Fortbildungsseminar in ein abgelegenes Hotel im Schwarzwald. Selbstredend, dass die seltsamen Vorgänge in diesem abgehalfterten Hotel die Neugierde der Kommissare wecken. Axel Ranisch gehört fast schon zu den Hofer „Veteranen“ und präsentiert sein sechstes Filmprojekt.

DER GESCHMACK VON LEBEN von Roland Reber geht der Frage nach, „Wonach schmeckt das Leben?“. Roland Reber als einer der wenigen deutschen Independent-Filmer, der mit seiner Truppe unkonventionell, rasant und unangepasst Filme realisiert, hat darauf eine ganz einfache Antwort.

NAOMIS REISE von Frieder Schleich erzählt in seinem dritten Film über Migration von einem Mordprozess an einer jungen Frau aus Südamerika vor dem Hintergrund des versteckten Frauen- und Heiratsmarkts. Es geht um Rechtsprechung und Objektivität im deutschen Rechtssystem.

REWIND von Johannes F. Sievert schickt den Kommissar Richard Landers auf eine Science-Fiction Zeitreise, die ihm helfen soll, einen Mordfall aufzuklären, aber auch seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. In den Hauptrollen Alex Brendemühl, Max von Pufendorf und Sylvia Hoeks.

GATEKEEPER von Lawrence Tooley zeigt anhand einer ungewöhnlichen Beziehung zwischen einer reichen Galeristin und einem Migranten die Machenschaften von Menschenhändlern auf, aber der Film macht auch deutlich, dass zu dem Thema Emigration eigentlich keine Fragen erwünscht sind.

AUFBRUCH INS UNGEWISSE von Kai Wessel erzählt in einer nicht genau bestimmten Zukunft von der Flucht einer Familie aus dem totalitären Deutschland nach Südafrika, wo sie Asyl beantragen. Mit Fabian Busch und Maria Simon in den Hauptrollen.

Die 51. Internationalen Hofer Filmtage 2017 setzen in diesem Jahr unter dem neuen künstlerischen Leiter, Thorsten Schaumann, einen besonderen Fokus auf junge Filmemacher und Filmemacherinnen. Der Jahrgang ist stark an Neuentdeckungen, an Themen, die aus dem Leben gegriffen sind, an politisch aktuellen Geschichten und Stories um starke Frauen.

„Der deutsche Film ist breit aufgestellt. Das ist echt spannend, mit welchen Themen sich die jungen Regisseure beschäftigen. Da geht es um soziales Engagement, um wildes Partyleben, um Selbstbestimmung und um aktuelle gesellschaftspolitische Probleme. Wir haben auf jeden Fall eine Menge Überraschungen in diesem Jahr.“ Thorsten Schaumann

Gerne stellen wir Ihnen eine erste Auswahl vor:

AVA von Sabine Nawrath zeigt den Ehrgeiz einer jungen Leistungssportlerin vor dem Hintergrund ihrer privaten Trauer.

DECKNAME JENNY von Samira Fansa erzählt mit einem Augenzwinkern die fiktive Geschichte von jungen Aktivisten und ehemaligen Militanten, von Menschen, die sich nicht mit einer Festung Europa abfinden wollen.

FREIHEIT von Jan Speckenbach, der bereits 2008 und 2009 mit Kurzfilmen in Hof vertreten war, geht der Frage nach, wie viel ist Freiheit wert und was bedeutet überhaupt Glücklichsein und Freiheit?

LA DEUTSCHE VITA von Nicolas Clasen portraitiert das wilde Partyleben dreier Freunde, die aber im Grunde auf der Suche nach dem Weg fürs Leben sind. Jeder tut dies auf seine Art, kommt aber nicht immer mit den Anforderungen des Lebens klar. In den Hauptrollen spielen Frederick Lau, Andreas Bichler und Max Rothbart.

LUX, KRIEGER DES LICHTS von Daniel Wild begleitet den Real Life Superhero Lux bei seinem alltäglichen Kampf für eine bessere Welt. Als ein Filmteam auf ihn aufmerksam wird, bleibt nichts mehr wie es war, und alles verkehrt sich ins Gegenteil. Die Hauptrolle des Superhelden spielt Newcomer Franz Rogowski.

SOMEWHERE IN TONGA von Florian Schewe begibt sich ins Königreich Tonga, wo Wolski, ein Sozialpädagoge, einem kriminellen Jugendlichen eine Chance geben will,. Sie ziehen zusammen auf eine unbewohnte Insel, aber die Situation eskaliert. Doch Wolski lässt nicht locker. Spannend erzählt und basierend auf einer wahren Geschichte.

VON KOMISCHEN VÖGELN von Eike Weinreich erzählt von dem Versuch, eigene Wertungen und Vorurteile in einer durchmoralisierten Gesellschaft abzubauen und einen anderen Lebensweg einzuschlagen.

ZWISCHEN SOMMER & HERBST von Daniel Manns schildert eine ungewöhnliche Begegnung von zwei jungen Frauen, und inmitten eines intimen Umfelds entwickelt sich eine spannende Liebesgeschichte.

Das Portrait 2017 ist dem französischen Regisseur, Drehbuchautor und Komponisten Tony Gatlif gewidmet. Bekannt wurde Gatlif mit Filmen wie VENGO (2000) oder EXILS (2004), TRANSYLVANIA (2006) und GERONIMO (2014). Seine Filme handeln vom Leben der Sinti und Roma, ihrer Verfolgung und gesellschaftlichen Ausgrenzung. „Man sollte die Roma endlich in Ruhe lassen und ihnen die Möglichkeit geben, genug zum Leben zu verdienen, wie allen anderen Europäern auch, und man sollte mit den Vorurteilen aufhören“, sagt Tony Gatlif. Eine wichtige Rolle in seinen Filmen spielt auch die Musik, nicht nur der Rembetiko, sondern insbesondere die Gipsy Music, nicht zuletzt aufgrund seiner Herkunft.

Tony Gatlif wurde 1948 in Algerien geboren, seine Mutter war Roma, sein Vater Kabyle, ein algerischer Berber. Beide Kulturen beeinflussen sein filmisches Schaffen bis heute und sind Triebkraft für seine Filme. In den 1960er Jahren ging Gatlif nach Frankreich, wo er bis heute lebt. Seine Filme wurden auf viele Festivals eingeladen, so auch nach Cannes, wo er für EXILS 2004 den Preis für die beste Regie entgegennehmen konnte. 2011 wurde er mit dem Prix Henri-Langlois für Menschlichkeit und Engagement geehrt. 2016 erhielt er den Human Rights Film Festival Award in San Sebastian.

In Hof präsentiert Tony Gatlif nicht nur die Retrospektive, sondern auch sein neuestes Werk DJAM zusammen mit der Hauptdarstellerin Daphne Patakia (Titelfoto). Die junge Griechin Djam wird von ihrem Onkel nach Istanbul geschickt, um ein seltenes Ersatzteil für ein Boot zu besorgen. Dort trifft Djam auf die 19-jährige Französin Avril, die in die Türkei kam, um dort in der Flüchtlingshilfe zu arbeiten. Doch ohne Geld und Kontakte ist die junge Frau verloren. Die freche, freiheitsliebende, ebenso großzügige wie unberechenbare Djam nimmt sie unter ihre Fittiche, und so beginnt eine Reise voller Hoffnungen und wundervoller Begegnungen, mit großartiger Musik und Freude am Teilen. MFA+ Film startet DJAM Anfang 2018 in den Kinos.

Die Filme der Retrospektive

LES PRINCES
Spielfilm 1983, mit Gérard Darmon, Muse Dalbray, Concha Tavora, u.a.
Nara, ein Rom, lebt mit seiner Tochter Zorka und seiner alten Mutter in einer verwahrlosten Sozialbausiedlung am Rande von Paris und bringt seine Familie mit kleinen Machenschaften durch. Seine Frau Miralda hat er vor kurzem aus der Wohnung geworfen, weil sie gegen seinen Willen die Pille genommen hat. Aber da tauchen Miraldas Brüder auf und wollen Nara zur Rede stellen.

LATCHO DROM – GUTE REISE
Dokumentarfilm 1993
Tony Gatlif folgt den Roma über ein Jahr lang in verschiedene Länder, von Indien bis Ägypten und zeichnet ein Bild ihres Nomadentums, ihrer Kultur, ihrer Tradition, ihrer Musik und ihres Tanzes. Es ist aber auch ein Film über ihre Sehnsüchte und den Kampf ums Überleben.

GADJO DILO – GELIEBTER FREMDER
Spielfilm 1997, mit Romain Duris, Rona Hartner, Izidor Servan, u.a.
César für die beste Filmmusik 1999
Der junge Pariser Stéphane reist nach dem Tod seines Vaters nach Rumänien, um die legendäre Romani-Sängerin Nora Luca zu finden, von der sein Vater ihm so viel erzählte. Eines Nachts begegnet er dem alten Izidor, der ihn als Oberhaupt des Clans in sein Dorf mitnimmt; er ist entschlossen, dem jungen Mann richtig Romani beizubringen. Und langsam findet Stéphane in dieser sehr verschlossenen, von Misstrauen geprägten Welt seinen Platz und lernt die wahre Bedeutung von Toleranz kennen.

VENGO
Spielfilm 2000, mit Antonio Canales, Antonio Dechent, Bobote u.a.
César für die beste Filmmusik 2001
Mitten in den maurischen, staubigen Dörfern Andalusiens spielen sich gewalttätige Familienfehden ab. Caco, Patriarch der Familie, kann den Tod seiner Tochter nicht überwinden. Trost sucht er in rauschenden Musikfesten und heißen Flamenco-Rhythmen sowie in der Liebe zu seinem behinderten Neffen. Als Caco seinen Bruder an einen konkurrierenden Clan verraten soll, gerät er in einen inneren Konflikt.

SWING
Spielfilm 2002, mit Oscar Copp, Lou Rech, Tchavolo Schmitt, Mandino Reinhardt, u.a.
Der zehnjährige Max verbringt die Ferien bei seiner Großmutter, einer seßhaften Sinti, die am Stadtrand von Straßburg lebt. Die Begegnung mit dem virtuosen Gitarrenspiel des Rom Miraldo verändert sein Leben.

EXILS
Spielfilm 2004, mit Romain Duris, Lubna Azabal, Zouhir Gacem, u.a.
Preis für die beste Regie Cannes 2004
Zano und seine Freundin Naïma machen sich auf den Weg nach Algerien, um das Land ihrer Eltern kennenzulernen. Nur mit Musik im Gepäck wandern sie von einer Begegnung zur anderen, vom Techno-Rhythmus zum Flamenco, und Etappe für Etappe den Weg zurück, den so viele aus der Generation ihrer Eltern ins Exil in den Norden angetreten haben.

TRANSYLVANIA
Spielfilm 2006, mit Asia Argento, Amira Cesar, Briol Ünel, u.a.
Zingarina reist zusammen mit ihrer Freundin Marie von Frankreich nach Transylvanien, um ihren Freund Milan zu finden, von dem sie schwanger ist. Als sie ihn findet, muss sie enttäuscht feststellen, dass Milan nicht abgeschoben wurde, sondern sie verlassen hat. Zingarinas Reise nimmt eine andere Wendung.

GERONIMO
Spielfilm 2014, mit Céline Sallette, Rachid Yous, David Murgia, u.a.
Geronimo, ein junger Sozialpädagoge, bemüht sich, die Spannungen zweier Jugendbanden in St. Pierre zu schlichten. Als ein türkisches Mädchen vor einer arrangierten Ehe zu ihrem Rom Freund flieht, bricht die Feindseligkeit zwischen den beiden Clans während eines Musikturniers wieder auf.

Die 51. Internationalen Hofer Filmtage eröffnen am 24. Oktober 2017 mit dem Film DREI ZINNEN von Jan Zabeil („Der Fluss war einst ein Mensch“). Die deutsch-italienische Produktion war der große Publikumsliebling des diesjährigen Locarno Filmfestivals und Gewinner des Variety Piazza Grande Award 2017.

In den Hauptrollen wunderbar besetzt mit Alexander Fehling und Bérénice Bejo, ist DREI ZINNEN ein ergreifendes Drama, das sich an den Südtiroler Dolomiten abspielt: DREI ZINNEN erzählt die Geschichte von Aaron, der mit seiner Freundin Lea und ihren Sohn Tristan eine Reise in die Berge macht, auf der die Beziehungen zueinander unerwartet auf die Probe gestellt werden.

„Mit DREI ZINNEN stellt Jan Zabeil erneut sein großartiges Talent als Filmemacher unter Beweis. Mit feinen und leisen Tönen baut er eine Spannung auf, der man sich als Zuschauer nicht entziehen kann. Die Darsteller als auch die Kamera vermitteln eine trügerische Leichtigkeit in diesem dramatischen Bergtrip einer jungen Patchworkfamilie. Das ist einfach toll im Kino anzuschauen. Ich freue mich sehr, dass Jan Zabeils DREI ZINNEN unser Home of Films in der 51. Festivaledition eröffnet.“ Thorsten Schaumann, der neue künstlerische Leiter der Internationalen Hofer Filmtage

DREI ZINNEN ist der zweite Film des Absolventen der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Jan Zabeil, und eine Produktion der Rohfilm Productions (Germany) und der Echo Film (Italien). NFP marketing & distribution GmbH startet den Film am 01. Februar 2018 in den Kinos.